Technische SEO-Checkliste 2026: 20 Prüfungen, die über Rankings entscheiden
Crawling, Indexierung, Rendering, Speed, Struktur, Schema und hreflang: 20 technische Prüfungen, bevor Sie einen weiteren Monat in Inhalte investieren.
Von Amin · · 12 Min. Lesezeit
Inhalte und Links entscheiden, wie weit oben eine Seite rankt. Technisches SEO entscheidet, ob sie überhaupt ranken kann. Kann Google eine Seite nicht crawlen, rendert sie ohne Hauptinhalt oder hält sie für ein Duplikat einer anderen, hilft kein noch so guter Text.
Diese 20 Prüfungen führen wir auf jeder Website durch, bevor wir Content-Arbeit empfehlen. Sie brauchen die Google Search Console, einen Crawler (für kleine Websites reicht die kostenlose Version von Screaming Frog) und PageSpeed Insights.
Crawling
1. Die robots.txt blockiert nichts Wichtiges
Öffnen Sie ihredomain.de/robots.txt. Sie sollte nur private Bereiche sperren (Admin, Konto, Warenkorbschritte) und auf Ihre Sitemap verweisen. Ein übrig gebliebenes Disallow: / von der Staging-Umgebung ist nach Launches erstaunlich häufig. Denken Sie daran: robots.txt verhindert das Crawlen, nicht die Indexierung. Um eine Seite aus Google herauszuhalten, nutzen Sie noindex.
2. Wichtige Seiten sind über Links erreichbar
Suchmaschinen finden Seiten, indem sie Links folgen. Jede Seite, die indexiert werden soll, braucht mindestens einen Link von einer anderen indexierbaren Seite, idealerweise höchstens drei Klicks von der Startseite entfernt. Seiten, die nur in der Sitemap oder hinter einem Suchformular existieren, sind „verwaist“ und werden selten gecrawlt.
3. Keine Crawl-Fallen
Filter, Sortierungen, Kalender und Sitzungsparameter können endlose URL-Varianten erzeugen. Suchen Sie im Crawler nach Parameter-URLs und wiederkehrenden Mustern und halten Sie sie aus internen Links heraus oder setzen Sie noindex mit Canonical auf die Hauptversion.
4. Der Server antwortet schnell und zuverlässig
Langsame oder fehlerhafte Antworten führen dazu, dass Google weniger crawlt. Öffnen Sie in der Search Console Einstellungen → Crawling-Statistiken und prüfen Sie die durchschnittliche Antwortzeit und den Anteil an Serverfehlern (5xx). Liegt die Antwortzeit dauerhaft über einer Sekunde, lohnt ein Blick auf Hosting und Caching.
Indexierung
5. Jede Seite hat den richtigen Statuscode
Aktive Seiten liefern 200, verschobene Seiten eine einzige 301-Weiterleitung auf ihre neue Adresse, gelöschte Seiten 404 oder 410. Achten Sie auf „Soft 404“: leere oder Fehlerseiten, die trotzdem 200 liefern.
6. Canonical-Tags zeigen auf die richtige URL
Jede indexierbare Seite sollte sich selbst mit absoluter URL als Canonical angeben. Prüfen Sie, dass Canonicals nicht auf weitergeleitete, auf noindex gesetzte oder anderssprachige Seiten zeigen und dass http/https sowie www/ohne www alle auf eine Version führen.
7. noindex nur, wo es gewollt ist
Crawlen Sie die Website und listen Sie jede Seite mit noindex im Meta-Robots-Tag oder im X-Robots-Tag-Header auf. Danke-Seiten, interne Suche und Kontoseiten gehören dazu – Leistungsseiten und Ratgeber nicht.
8. Den Bericht zur Seitenindexierung verstehen
In der Search Console zeigt Indexierung → Seiten, warum Seiten nicht indexiert sind. „Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert“ und „Gefunden – zurzeit nicht indexiert“ deuten meist auf dünne, doppelte oder schlecht verlinkte Inhalte hin, nicht auf einen technischen Fehler. „Duplikat – vom Nutzer nicht als kanonisch festgelegt“ heißt, dass Ihre Canonicals Aufmerksamkeit brauchen.
9. Die XML-Sitemap enthält nur indexierbare URLs
Die Sitemap sollte nur kanonische Seiten mit Status 200 und korrekten lastmod-Daten enthalten. Reichen Sie sie in der Search Console ein und vergleichen Sie eingereichte mit indexierten URLs. Eine große Lücke ist ein Signal, genauer hinzusehen.
Rendering
10. Der Hauptinhalt steht im HTML
Sehen Sie sich den Seitenquelltext an (nicht den Inspektor) oder nutzen Sie im URL-Prüftool „Gecrawlte Seite ansehen“. Erscheinen Haupttext, Überschriften und Links erst, nachdem JavaScript gelaufen ist, wird die Indexierung langsamer und unzuverlässiger. Serverseitiges Rendering oder Vorrendering, Standard in Frameworks wie Next.js, löst das.
11. Ressourcen sind nicht blockiert
CSS und JavaScript, die zum Rendern nötig sind, dürfen nicht in der robots.txt gesperrt sein. Der Screenshot im URL-Prüftool zeigt, was Google tatsächlich sieht.
Geschwindigkeit und Nutzererlebnis
12. Core Web Vitals bestehen auf Mobilgeräten
In der Search Console zeigt Nutzerfreundlichkeit → Core Web Vitals Felddaten echter Nutzer. Ziele: LCP unter 2,5 Sekunden, INP unter 200 ms, CLS unter 0,1. Beheben Sie Templates statt einzelner Seiten, denn ein langsames Template betrifft jede Seite, die es nutzt.
13. Bilder in passender Größe und modernem Format
Liefern Sie Bilder als WebP oder AVIF in der angezeigten Größe aus, mit gesetzter Breite und Höhe gegen Layout-Sprünge, und laden Sie Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs verzögert. Das Hauptbild oben auf der Seite sollte nie verzögert laden.
14. Von Grund auf mobilfreundlich
Google indexiert die mobile Version Ihrer Website. Text muss ohne Zoomen lesbar sein, Schaltflächen müssen genug Abstand haben, und es darf auf Mobilgeräten kein Inhalt fehlen, der am Desktop vorhanden ist.
15. HTTPS überall
Jede Seite lädt über HTTPS mit gültigem Zertifikat, http:// leitet dauerhaft weiter, und keine Bilder oder Skripte laden über unverschlüsseltes HTTP (Mixed Content).
Struktur und Signale
16. Eine klare H1 und logische Überschriften
Jede Seite hat eine H1, die ihr Hauptthema trifft, gefolgt von H2 und H3 in sinnvoller Reihenfolge. Überschriften helfen Lesern, die überfliegen, und Suchmaschinen, die Abschnitte verstehen müssen.
17. Eigene Titles und Descriptions
Jede indexierbare Seite braucht ihren eigenen Title (etwa 50–60 Zeichen) und ihre eigene Meta-Description (etwa 120–160 Zeichen). Duplikate über viele Seiten deuten auf Template-Probleme hin. Google schreibt sie manchmal um, aber eine gute wird deutlich häufiger übernommen. Deutsche Begriffe sind oft länger – planen Sie das ein.
18. Strukturierte Daten, die zur Seite passen
Ergänzen Sie schema.org-Markup, das widerspiegelt, was sichtbar ist: Organization auf der Startseite, Service auf Leistungsseiten, Article in Ratgebern, BreadcrumbList überall, FAQPage nur dort, wo die Fragen angezeigt werden. Prüfen Sie es mit Googles Test für Rich-Suchergebnisse.
19. Interne Links mit beschreibenden Ankertexten
Verlinken Sie verwandte Seiten mit Worten, die das Ziel beschreiben („technisches SEO-Audit“, nicht „hier klicken“). Jede Leistungsseite sollte auf ihre Ratgeber verlinken und jeder Ratgeber zurück auf seine Leistung. So zeigen Sie Suchmaschinen, welche Seiten am wichtigsten sind.
20. hreflang für jede Sprachversion
Hat die Website mehrere Sprachen, muss jede Seite alle ihre Sprachversionen mit hreflang auflisten (einschließlich sich selbst) plus ein x-default, und jede Version muss zurückverlinken. Jede Version braucht ihr eigenes Canonical und das richtige <html lang>. Fehlende Rückverweise sind der häufigste Grund, warum Google hreflang ignoriert. Sie können die Angaben im HTML-Head oder in der XML-Sitemap machen; beides konsistent ist am sichersten.
Prioritäten
Nicht alle Probleme sind gleich wichtig. Beheben Sie sie in dieser Reihenfolge:
- Alles, was Crawling oder Indexierung wichtiger Seiten blockiert (Prüfungen 1, 5, 6, 7, 10)
- Duplikat- und Canonical-Probleme in Templates (6, 8, 17)
- Geschwindigkeit und Core Web Vitals auf Template-Ebene (12, 13)
- Struktur, Schema, interne Links und hreflang (16, 18, 19, 20)
Crawlen Sie nach jeder Runde erneut und dokumentieren Sie die Ergebnisse, damit Sie sehen, was sich geändert hat, wenn sich Rankings bewegen.
Technische Arbeit geht schneller, wenn die Website dafür gebaut ist. Unsere Checkliste für Unternehmenswebsites behandelt die Entscheidungen vor einem Relaunch. Möchten Sie diese Prüfungen von Experten durchführen lassen und eine priorisierte Liste erhalten, sehen Sie sich unser technisches SEO-Audit oder die laufende SEO-Betreuung an.
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